Ein unglücklicher Charakter

Wispernd durchwebt deine Weltschöpfungskraft
mein Gestern, mein Heute und mein Morgen,
welches du mir entgegen nur zaghaft
enthüllst, als hieltest du’s lieber verborgen.

Bin wie Wäsche im Wind und befreite
ich mich; meine Bewegung lenkst du
dennoch wie der Sturm über die Weite
tanzt; der Stoff in schrecklicher Unruh’ .

Freier ist ein Vogel hinter Gittern
als ich unterm hyazinthenblauen
Himmel, der mich stichelt und verbittern
lässt, um mein Elend anzuschauen.

Ein Leben, zu dem ich sagen kann „meins!“
wünsch’ ich mir, doch alles ist und bleibt deins.